Dienstag, 29. Juni 2010

Strandgut

Frei nach Rilke

Ode an den Sommer:



Herr, die Kälte war sehr gross...

und ausgedehnt die Stürme.

Unzählig liegt das Strandgut brach

darunter kostbare Schätze

Befiel den Stürmen still zu sein


bewahre Schiff und Mann


pinsle satte Farben auf Meer und Strand


und zeig dich in des Sommers Fülle.



Erhöre des Fischers Bitten



und schenke einen reichen Fang


Lass uns Freude spüren an der Wellen Gang




dass Farben und Formenreichtum



sich ergiessen in diesen Leuchtturm



und wir dankbar werden für die Gunst des Lebens.



Nun ist er da, der Sommer, auf den wir so lange gewartet haben. Einmal mehr zeigt uns der Wechsel der Jahreszeiten die Extreme auf. Wenn im Winter alles zu Eis erstarrt, ist es jeweils kaum vorstellbar, dass aus dieser Erde wieder Leben erspriesst, dass die Bäume ergrünen und Fauna und Flora zur vollen Blüte erwachen. Die Hitze nimmt zu, darin das Flimmern der Luft.


Der Sommer hält alljährich Einzug - zur Erbauung, als Sättigung und zu unser aller Freude.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Decken stricken am Strassenfest vom 13. Juni

Vor dem Ladenlokal bleibt der Stricktisch am "Schärme"

Die Kinderdecken entstehen als Gemeinschaftswerk aus vielen strickenden Händen

die feine Rhabarberwähe wird angeschnitten

der Kaffeeausschank läuft auf Vollautomat

Bärbel Erni gibt alles... mit vollem Einsatz

draussen regnets, unter dem Schirm die erste fertige Decke

die zweite Decke gesellt sich dazu

weich gebettet dank der Strickaktion "save the children"

viele Garnfäden ergeben diese starke Decke

farblich assortiert, so sieht das Ergebnis aus

bunt und farbenfroh ist dieser Querschnitt an Decken

intensive Farben gehäkelt

leuchtendes Orange wiederspiegelt das Sonnenlicht

zart - appart

das Chäferli auf der Decke soll Glück bringen


...eine Prise Marineblau spendet Frische


Heimarbeit: fleissige Hände und eine Auswahl an Garn

Quadrat um Quadrat fügt sich zusammen

keine Decke gleicht der nächsten


und man beginnt zu staunen ob dem Einfallsreichtum

unzähliger Farbkombinationen

Exotisches tummelt sich auf den zusammengewürfelten Sujets


Dieses Jahr verlegten wir die Weltweite Strickaktion "save the children" um einen Tag und integrierten ihn ins Albisstrassenfest vom 13. Juni. Dieser Sonntag war durchzogen von Wolkenbrüchen, satten Farben und fröhlichen Aktionen. Vor dem Kreativ-Studio standen Kinder und Erwachsene an, um sich an Geschicklichkeitsspielen und dem Glücksrad mit verlockenden Preisen zu versuchen. In Zusammenarbeit mit dem Kreativ-Team fand sich der Frauenverein Adliswil Tisch an Tisch und es wurde doch tatsächlich Stundenlang gestrickt. Es entstanden quadratische Plätzchen aus Garn und Wolle, die sich zu Kinderdecken zusammenfügten.
Der Weltweite Stricktag bewirkt, dass diese Deckenaktion über Deutschland anschliessend in die Drittweltländer gelangen und sie dort den Müttern mit ihren Babies abgegeben werden. Eine sinnvolle Aktion, die wir Frauen gerne unterstützen.

So sassen die Frauen und ein Herr zusammen, duckten sich unter das Vordach oder den noch trockenen Sonnenschirm und liessen sich von Petrus die gute Stricklaune nicht verderben.

Derweil stand Bärbel Erni am Kaffeeausschank, gab an die 100 Tassen Kaffee samt Aroma aus: verschnitt die 9 herrlich duftenden Kuchen, welche unsere tüchtigen Frauen vom Frauenverein gebacken hatten. Anbei verkauften wir noch zwei schön gestrickte Häslijäckli samt Kindermützen. Ein grosses Dankeschön an die Strickerin Ruth, die den gesamten Betrag spendete.

Ein herzliches Dankeschön auch allen, die anschliessend immer mal wieder ein fertiges Plätzli vorbeibrachten, so dass wir bis an den heutigen Tag 23 fertige Decken zählen und ich diese weiterleiten kann.

Solche Begegnungen untereinander sind ein Geschenk und dazu da, dass wir spürbar aneinander wachsen, dass wir von unserm vollen Leben einen kleinen Teil abgeben und symbolisch mit den Decken auch Mut und Zuversicht verbreiten.

Samstag, 3. April 2010

Das Ei als Symbol

Das Hühnerei ist das Vogelei der Haushenne und dient als Erzeugung der Nachkommen-schaft.

Ungefragt nutzt ebenso Mensch wie Raubtier das landwirtschaftliche Produkt als Nahrungsmittel. Der Eidotter ist sehr nährstoffreich.







Die Eifarbe ist genetisch bedingt und hängt von der Rasse ab.


Das Huhn kann maximal ein Ei pro Tag legen. Die Brutzeit der Henne dauert 21 Tage




Hier kündet ein leises Pochen, dann ein Fiepen den Eischlupf an. Das Kücken durchbricht mit dem Eizahn die Eischale. Danach ist es ganz erschöpft und braucht Ruhe und Wärme, um sich zu erholen und sich zu trocknen.









Die Nestflüchter sind zur Freude des Beobachters putzmunter und stetig am picken. Innerhalb zweier Wochen wachsen ihre Beine zu Stelzen heran, sie spieden umher und brauchen dringend mehr Auslauf. So kommen sie auf den Bauernhof zurück.










Impressionen aus dem hauseigenen Gelege,
der Natur nachempfunden













Die Osterzweige sind hierzulande sehr beliebt. Sie werden individuell geschmückt.

Wie hier mit diesem behäckelten Blumensträusschen














Trends wiederholen sich zuweilen. so war dieses Stoffei in Patwork-Art vor 15 Jahren "der Renner" und schmückt auch heute nach wie vor den häuslichen Osterzweig









Unten:Bemaltes Osterei, legendär ist das Sujet des Osterhasen.
Kennen sie die Geschichte vom Osterhasenbub, der zu faul war, um die Eier zu färben? So trug er noch bei Dunkelheit seine naturbelassenen Eier aus, dummerweise fing es in der Nacht zu schneien an und die Kinder konnten am Morgen die weissen Eier im Schnee nicht mehr finden. Die Strafe folgte dem Hasenbuben auf seinem Hasenfuss, der Vater zog ihn kräftig an den Ohren und jetzt wissen wir auch, wie der Hase zu seinen Löffelohren kam!










Der Frühling kann kommen mit seiner Blumenpracht.


Das Vergiss-meinnicht ist ein Blümchen, welches sich immer mit den Personen verbindet, die einem nicht aus dem Gedächtnis gehen. Sie blühen zum Gedenken an meine beiden Eltern.
.







Das Sonnenlicht taucht alles in helle erfrischende Farben































Das Ei gilt seit jeher als Symbol der Fruchtbarkeit. Wissenschaftlich belegt erklärt sich das Ei als "frühes Stadium der selbständigen Fortentwicklung". Das Ei enthält neben der Keimzelle, (auch Eizelle) genannt Nährstoffe (Dotter) und eine schützende Hülle (Kalkschale). Das Stadium des Eis wird durch das Schlüpfen beendet, dann nämlich, wenn sich das Nährstoff-Depot durch das keimende Leben erschöpft.

Da das Ei als Ruhestadium keine äusseren Gliedmassen und Organe besitzt, ergibt sich ein Oval, womit auch die viel berätzelte Frage um die Formgebung gelöst ist.

Das Weltweit am meisten verwendete Vogelei ist das Hühnerei, welches in verschiedenen Speisen genossen wird. Daneben sind auch Eier von Wachtel, Hausgans und Hausente oder gar Strausseneier sehr bekömmlich.

An Ostern sind Eier aus allen Herren Ländern als Kunstobjekte in tausenderlei Variationen zu bestaunen. Das Osterei findet im deutschsprachigen Brauchtum seine Bedeutung. Angeblich versteckt der Osterhase bunt bemalte Eier und Süssigkeiten, welche die Kinder suchen. Schön anzusehen sind die Osterzweige, die hierzulande mit ausgeblasenen Schmuckeiern als Frühlingsboten verziert werden. Beliebt ist auch das traditionelle Ostereier-Tütschen.
In diesem Sinne: schöne Ostern allerseits!