Samstag, 25. August 2012
Die rote Phase
Nach der blauen Phase kommt auch bei mir die rote Phase. Sie wurde eingeläutet durch eine Musikerkollegin, welche den Anstoss dazu gab. Dies wird meine letzte Malarbeit in dieser Form sein. Die Formen sind gegeben, die Striche mit Goutta gezogen. Die Seidentücher sind gepinselt und getränkt mit sieben verschiedenen Rottönen, die sich einander anschmiegen, sich umschmeicheln. Der fertige Schal scheint durch die Farben - und Formengebung zu fliessen. Mehr noch, er enthält Melodien, schon gespielte Melodien und solche, die das Leben schreibt. Alles scheint sich in dieser Balance einzubringen. Unzählige Seidentücher sind bisher mit Noten versehen, das Orchester darf sein Markenzeichen tragen, Musiker umschmeicheln sich mit bemalten Krawatten. Seien sie virtuose Saxophonisten, Pianisten oder schräglastig Gestrichelte. Der Seidenmalerei ist Genüge getan. Tausende Pinselstriche und viele Erfahrungen später verabschiede ich mich für den Moment von diesem faszinierenden Hobby. Dem Hobby der Seidenmalerei.
Überraschungs - Täschli
Die Sommerferien sind zu Ende. Ein weiteres Schuljahr hat begonnen. Der neue Schulranzen ist geschultert, das Znünitäschli für den Kindergarten umgebunden. Ein schöner Brauch ist es, dem Erstklässler eine Schultüte in die Hände zu drücken, voll gespickt mit Süssigkeiten. Ebenso schön finde ich jedoch die Überraschungstäschli aus Stoff und Filz, die so kleine Geheimnisse bergen können wie neue Malfarben, ein Stofftierli oder eine Ladung Seifenblasen. Na dann, lasst Euch überraschen und allerseits einen guten Start in eine lern- und erfahrungsreiche Zeit!
Stoff vom Feinsten
Was sich immer bewährt - ist der Griff zum häuslichen Stoffregal. Oft ist es erstaunlich, was sich da im Laufe der Jahre ansammelt. Meine Schwester hat aus einem Potpourry aus Stoff, Spitzen, Bänder und Knöpfchen die schönsten Herzen abgenäht und diese verziert. Ich frage Sie deshalb : welches ist das Herz Ihrer Wahl?
Sonntag, 29. Juli 2012
Porzellanmalerei
Alle Utensilien bereitstellen
eine saubere Arbeitsfläche ist wichtig
die Musiknoten wollen gesetzt sein
Musik in Bass-und Violinschlüssel
die Herbstblüten fliegen herbei ...
... und setzen sich auf Tasse und den schmucken Teller
die Barke von Venedig stösst sich vom Landesteg ab
sie schaukelt sich im Wellengang der Lagune
eine nächtliche Romantik nimmt seine Fährte auf
vom Mondenlicht beschienen
ein Liedchen erklingt, zum träumen schön
Melodien umspülen die Gondel
und verhallen in der Dunkelheit der Nacht
Haben Sie s auch schon versucht? Als blutiger Anfänger des Porzellanmalens bin ich doch dabei tatsächlich in manches Fettnäpfchen getreten. Wobei Fett ganz schlecht ist. Sauber muss der Arbeitsplatz sein. Farbe, Stifte, Pinsel, Wattestäbchen und Fettlöser wie Alkohol liegen parat. Wenn nötig auch eine Rolle Crèpes-Klebeband. Von Letzterem hab ich mich allerdings rasch verabschiedet, weil die Farbe das Band unterlaufen hat und somit meine schnurgeraden Konturen zunichte machte. Na also: mit den Stiften zu malen macht zwar Spass, doch der feine Stift verweigerte nach kurzer Zeit eine saubere Linienführung. Er versagte trotz schütteln - oder setzte Tropfen ab. Doch die will man nur gezielt. Am besten setzte sich die Pinselfarbe durch. Hier sehen Sie das Resultat und ich atme auf!
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