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Wieder einmal musste die gute alte Bernina Nähmaschine herhalten, um die derzeit so begehrten Gesichtsmasken zu nähen. Gedacht zum gegenseitigen Coronaschutz in Tram Bus, Therapie oder wo auch immer sich Schnittstellen zwischen Menschen ergeben.
Aus einer geschenkten Maske wurden drei unterschiedliche Schnittmuster, aus einem Stoff inzwischen unzählige und aus einem Ohrengummi ergeben sich nochmals ganz unterschiedliche Möglichkeiten.
Mit anderen Worten: durch Erfahrung wird Frau zur Maskenexpertin. Mal dreiteilig gefältelt, mal in Quetschtechnik, wobei sich die Maske Ballonartig öffnet, dann wieder in der orientalisch anmutenden langgezogenen Nasen-Augenform. Der Gesichtskultur sei Dank.
Der nächste Schritt war eine modische Überlegung.: gleiche Farbe zu gleichem Hut. Oder die musikalische Variante mit Saxofon-Krawatte und Trompetenmaske. Die Violinen, Bratschen sind schon ausverkauft, es bleiben noch der Notencoktail oder die herzallerliebste Maske mit Muttertagsblumenstrauss.
45 Masken sind genäht, dass heisst, nicht ganz, denn die old Lady Bernina Nr 730 begann zu streiken. Sie sagte sich: "45 Masken, aber nicht mit mir!"
Die Folge war, kein Zickzackstich mehr, kein schöner Stofftransport, Spannung im Getriebe. Da musste die Expertenfrau telefonisch helfen. Ich öffnete also unter Anleitung meiner Schwester den Nähdeckel und bestaunte das Innenleben der Machine. Rädchen auf Hämmerchen. Zähnchen verbunden mit Schlauchtransport. Rote Punkte für Ölzufuhr. Alles klar. Was nun folgte, war nur logisch:
MELDUNG DER ÖLTROPFEN ANS GROSSHIRN: BITTE ÖL SCHLUCKEN.
MELDUNG VON NADEL AN FUSSPEDAL: BITTE RATTERN!
Und siehe da, der Nähstreik war beendet und die Maschine läuft seither wie ein geölter Blitz. Es wird wohl nicht meine letzte Maske gewesen sein!












Was gibt es nicht alles zu entdecken - mit Wolle und Nadel, mit Bleistift und Zeichnungen für den nächsten Pulli. Corona Zeit ist Strickzeit.
Bauarbeiter graben das Erdreich auf. Der Pumukel hat sich eingeschlichen - einst nur sichtbar für seinen Meister Eden.
Es ist so schönes Wetter, da trompetet der Elefant, da brüllt der Löwe und leckt sich das Maul. Seine Mähne steht zu Berge und er möchte auf seinen Pfoten am liebsten auf und davon.
Wasserwelten tun sich auf. Es geht darum, die Coronazeit mit Geschichten zu durch stehen.
Dazu 3 Stichworte: Krokodil, Senf, Luftblasen! Daraus ist ein Krokodilpulli entstanden:
"Das Krokodil hatte sich lange Zeit im Pfuhl gesuhlt. Es hatte sich so mit Schlamm bedeckt und war an der Sonne regungslos eingeschlafen. Stundenlang! Die Schlammkruste war eingetrocknet und liess sich nicht abschütteln. Da erinnerte sich das Kroki, dass es am Abend ja eine Verabredung hatte und es sich wohl etwas zurecht machen sollte. Die Senfbraune Farbe auf seinen Schuppen behagte ihm gar nicht. Es nahm Schwamm, Bürste und Seife und stieg in den Nil. Kroki begann zu schruppen, dass es eine Wohltat war. Es machte sich ganz lang, bis sein Schwanz fast den Kopf berührte. So lang also, dass sich Anfang und Ende fast trafen - es spannte sich um den ganzen Pullibauchumfang. Kroki blubberte, schnaufte und gebärdete sich so ausgelassen, dass beim Nil die Wogen hoch gingen. Dabei verschluckte sich Kroki. Es hustete und pustete und aus seinen Nüstern stiegen lauter kleine Seifenblasen auf.Das sah lustig aus und den Kindern gefiels."










