Dienstag, 21. Februar 2023

Das Farbenspiel geht weiter

 Welcher Blumenschmuck passt auf welchen Kopf und was zieht der Herr an, wenn er der Dame gefallen will? Wählen Sie selbst


















Montag, 20. Februar 2023

Frühlingserwachen 3023

 Bereits keimen die Knospen, Krokusse und Schneeglöckli strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen. Das Termometer zeigt 13 Grad und grad eben haben die Skiferien in Adliswil begonnen. So suchen die Einen nach Schnee, andere suchen sich ihren persönlichen Kraftort u. anderem in Teneriffa. Wer dennoch zu Hause bleibt, greift nach einem spannenden Buch, sucht nach Strick-oder Näharbeit.

Bei mir kommt zur Zeit der Heissleimer zum Einsatz. Aber erst, nachdem genug gebrauchte Kaffeekapseln gesammelt sind. Chräleli. Kügeli, feiner Draht steht bereit für die Zwischendekoration zwischen beider Kapseln. Dazu kommt ein langer und sehr starker Doppel-Faden, mit dem ich beide aufeinanderliegenden Kapseln durchstosse, ein Kräleli erfasse und der Faden wieder nach oben führe. Bei den Sennen oder den Mützenzwergli braucht es die gestrickten Arme und die Halskrause, dann der Holzkopf obendrauf. Wieder ein Kräleli. das den Faden oben hält. Nochmals den Gang in den Bauchraum und wieder senkrecht nach oben durch den Kopf. Nun führe ich den langen Strickfaden der Arme auch durch das Kopfloch und verknüpfe beide Fäden mehrmals miteinander. Etwas Haare für den Herrn, Locken für die Damen. Der Senn erhält als Krönung sein Sennenkäppli, der Zwergenmann seine spitze Mütze. Natürlich muss ich noch erwähnen, dass die Damen zuvor ihren schönsten Rock anziehen und die Rosenmädchen einen blühenden Kopfschmuck tragen. Alle sind bereit, ein Tänzchen zu wagen.

So lassen sich Variationen ausarbeiten, je nach Stoffmuster und Farben. Gut so, werden jetzt bis zum nächsten Basar all meine Stoffrestchen aufgebraucht.

                               Bitte nachmachen und viel Spass wünscht Mariette Corradi






















Freitag, 3. Februar 2023

Brazilia Flausch

 Da sind sie erneut, die Brazilia Schals, in verschiedenen Farben und Ausführung. Waren es früher die bunten Varianten, die als Grundlage für Türschmuck herhielten, so sind heute die Unifarben geblieben. Ein schwarzer Brazilia Bordenabschluss schmückt so manchen Pullover wie die Pulswärmer. Der gefüllte Chlausensack ist im roten Mantel mit Mütze gut getarnt. Ebenso wird der weisse Braziliaschneeball kurzerhand zum gelliebten Schneemann, der dir auch dann noch erhalten bleibt, wenn der ohnehin schon rare Schnee weg schmilzt.

Nun denn, das Maschineli dreht seine Runden, wir setzen Farben zusammen und verstäten das Ganze gut. Besonders flauschig wird der lange Schlauch, indem man ihn zum Schluss auf die linke Seite wendet, dann den Anfangsfaden  zusammenzieht und verstätet.

Es macht Spass, sich den weichen Flausch um den Hals zu wickeln, denn er beisst garantiert nicht, sondern schmiegt sich wohlig an und spendet Wärme.














Montag, 2. Januar 2023

Traumhaus


Nicht ein Jeder bewohnt ein Traumhaus, besitzt ein Wohnhaus. Als kleines Mädchen wünschte ich mir so sehr ein Puppenhaus. So ein schönes mit verschiedenen Zimmern auf zwei Ebenen. Damals in den 50er Jahren blieben jedoch solche Luxuswünsche meist unerfüllt, denn das Geld war knapp.
Nicht genug, dass mir Mutter zuvor ein Bett für Meieli geschenkt hatte. Dazu wurde eine Kartonschachtel mit Stoff ausgekleidet und ein Wiegenverdeck angebracht. So brachte ich jeden Abend Meieli zu Bett. Meiner Puppe fielen die blauen Augen im liegen zu und so sang ich mein Bäbi in den Schlaf.
Bei mir liegen Geburtstag und Weihnachten nur wenige Tage auseinander. Nun also überlegten sich meine Eltern, ein Puppenhaus zu bauen. Die Bauzeit sollte wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen, denn so ein Projekt ist nicht zu unterschätzen. Vati griff zu Holz und zimmerte drauf los. Eine Türe wurde angebracht, Fenster ausgesägt - eine zweite Ebene aufgestockt und verleimt. Da mein Vater bei der Stamm AG arbeitete, wurde das ganze schwere Konstrukt mit Stamoid ausgelegt. Für die Innenausstattung war Mutter zuständig. Mit geschickten Händen strickte und nähte sie Deckchen und Vorhänge - und allmählich konnte eine kleine Puppenfamilie  einziehen.

Nun also - 60 Jahre später ging ich mit meinem Sohn und Enkel einkaufen. Da erblickte ich unter den vielen Spielsachen ein Puppenhaus, so schön anzusehen. Ich blieb wie gebannt stehen und bestaunte die moderne Bauart. Das Haus war vielseitig begehbar, mit Treppe und Balkon. 





...wir schlenderten weiter. Heute genügt es ja, sich an Kinderwünschen satt zu sehen.

Was an meinem 72. Geburtstag jedoch auf meinem Gabentisch lag als ein wahr gewordener Traum, war eben dieses Puppenhaus!





dazu eine Mäusefamilie, kleine Igelknaben in bunten Hosen und herzige Elefäntli. Mein Sohn hatte es zu gut gemeint. Seither bildet dieses Haus eine WG- Wohngemeinschaft, Platz ist im Bastelraum genug für alle da.







Und sollte jetzt ein Kind sehnsüchtig zuschauen, so sei ihm gewiss, dass Wünsche weitergeleitet und wahr werden können.
                                                                                               Mariette Corradi